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22.10.2014

3. Jahrestagung des Themenforums VerbraucherpolitikTransparenz bei Online-Bewertungen

Ob beim Kauf eines neuen Staubsaugers, Fernsehers oder Computers: Jede_r hat sich wohl schon mal durch Foren oder Bewertungsportale geklickt und sich vorm Kauf eines neuen Geräts informiert. Doch wie verlässlich sind die Informationen? Das Themenforum Verbraucherpolitik in der SPD hat sich des Themas auf seiner Jahrestagung angenommen.

Online-Bewertungsportale sind für Verbraucherinnen und Verbraucher inzwischen ein wichtiger Indikator für Entscheidungen geworden. Die Frage ist aber, ob sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Informationen von Vergleichs- und Bewertungsportalen verlassen können? Häufig ist für die Nutzerinnen und Nutzer nicht zu erkennen, wie Bewertungen zustande kommen und ob ihnen vertraut werden kann.

Bewertungsportale verändern Verbraucherpolitik

Bewertungsportale im Netz haben auch die Anforderungen an eine Verbraucherpolitik massiv verändert. Deshalb hat sich die 3. Jahrestagung des SPD-Themenforums Verbraucherpolitik am vergangenen Samstag in Berlin dieses Themas angenommen. Gemeinsam mit Fachleuten haben die Mitglieder des Themenforums Ansätze für eine verlässliche und transparente Verbraucherinformation im Internet diskutiert.

SPD: Digitalen Wandel gestalten

"Digitaler Wandel wird alle unsere Lebensbereiche erfassen, auch die von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Es ist Aufgabe von Gesellschaft und Politik dieser technischen Revolution einen Rahmen zu geben", sagt Inge Blask, Sprecherin des Themenforums Verbraucherpolitik.

Und ergänzt: "Sind Berwertungs- und Online-Portale qualitativ gut gemacht, können sie das Verbraucherleben vereinfachen. Um die Verlässlichkeit und die Nützlichkeit der Informationen für Verbraucherinnen und Verbraucher sicherzustellen, braucht es einheitliche Qualitätsstandards. Diese müssen wir etablieren."

SPD will gute Verbraucherinformation sicherstellen

Im Anschluss an die Diskussion hat das Themenforum den Antrag "Eine gute Verbraucherinformation auf Bewertungs- und Vergleichsportalen sicherstellen" einstimmig beschlossen.

Es geht darum, Nutzer_innen vor gefälschten oder manipulierten Bewertungen zu schützen. Es braucht Transparenz darüber, ob die Bewertungen von einer Redaktion auf verdächtige Einträge geprüft und wie einzelne Bewertungen gewichtet werden.

Zudem soll es einen gut sichtbare Hinweise geben, ob der Kauf der Ware, die Buchung des Hotels oder der tatsächliche Aufenthalt im Hotel Voraussetzung für eine Bewertung war.

Transparenz und Datenschutz

Nutzer_innen der Portale müssen sich sicher sein können, dass ihre Daten sensibel und vertrauensvoll behandelt werden. Die Vergleichsportale müssen zudem sicherstellen, dass die persönlichen Angaben der Nutzer_innen nicht zur Profilbildung verwendet werden und nur über verschlüsselte Seiten übertragen werden. Eine pseudonymisierte Bewertung muss sichergestellt sein.

Das Themenforum Verbraucherpolitik wird den Antrag auf dem Bundesparteitag der SPD im nächsten Jahr einbringen.